Ein Strand, zwei Universen
Der Naturistenstrand von Cap d'Agde ist das beste Beispiel für die grundlegende Dualität des Dorfes. Am Morgen ist er ein Raum nahezu familiärer naturistischer Ruhe. Mit Einbruch der Nacht verwandeln sich bestimmte Bereiche in Räume für libertine Begegnungen. Derselbe Sand, dasselbe Meer — eine radikal unterschiedliche Atmosphäre.
Der Strand am Morgen (7-12 Uhr)
Am frühen Morgen ist der Naturistenstrand von Cap d'Agde ein Ort absoluten Friedens. Die ersten Badegäste kommen mit ihrem Handtuch und ihrer Sonnencreme an. Jogger laufen am Meeresufer entlang. Paare lesen Seite an Seite. Einzelne meditieren mit Blick auf das Mittelmeer.
Die Atmosphäre ist heiter, die Nacktheit natürlich und nicht sexualisiert. Es ist der Naturistenstrand in seiner reinsten Form.
Der Nachmittag (14-18 Uhr)
Der Strand ist auf seinem Besucherhöhepunkt. Familien mit Kindern, Gruppen junger Leute, Paare — alle leben harmonisch zusammen. Die Strandbars erwachen, Volleyball wird organisiert, Körper bräunen friedlich.
Der Abend (18-21 Uhr)
Der Übergang beginnt. Die Familien verlassen nach und nach den Strand. Verweilende Paare genießen den Sonnenuntergang. Die ersten Abend-Outfits tauchen hier und da auf. Die Atmosphäre wird sinnlicher, entspannter.
Die Nacht (ab 21 Uhr)
Die Nacht verwandelt den Strand. Die zentralen Bereiche leeren sich zugunsten der Clubs und der Terrassen. Doch die Dünen am äußersten Ende des Strandes erleben einen Wandel im Wesen ihres Besucheraufkommens. Die Atmosphäre dort wird entschieden libertin für jene, die sich dafür entschieden haben, dort zu sein.
Derselbe Strand, dasselbe Meer, derselbe mediterrane Mond — aber eine völlig andere Welt.